electroferris
Style / Genre:
Electro
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Electro Ferris

Ferris MC verbrachte seine Kindheit in Neumünster, Kiel und schließlich in Bremen-Tenever. In nahezu all seinen Musikstücken thematisiert er seine wechselvolle, nicht sehr glückliche Kindheit und Jugend, im Aussehen geprägt durch eine angeborene Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, im Umfeld von den Traumata einer zerbrochenen Familie.

Er absolvierte den erweiterten Hauptschulabschluss und seinen Abschluss als KFZ-Mechaniker – ohne Führerschein. Nebenher trat er allerdings in Funk und Fernsehen als Schauspieler und Sprecher auf (z. B. Nicht von schlechten Eltern u. a.).

Zusammen mit FlowinImmO, alias Immo Wischhusen und DJ Pee, gründete er Anfang der 90er Jahre, neben Gymnasium und Ausbildung in Bremen, die Freaks Association Bremen (F.A.B.), welche rasch für Aufsehen in der damals gerade aufkeimenden Deutsch-Rap-Szene sorgte. Bald traten sie in Sendungen bei VIVA, MTV und diversen Veranstaltungen und Festivals auf. 1994 veröffentlichten sie auf dem kleinen Hip-Hop-Indie-Label MZEE das erste Album Freaks, welches noch heute in der Szene geschätzt wird. 1997 lösten sich F.A.B. nach massiven privaten und künstlerischen Problemen auf, die vor allem aus dem übermäßigen Drogenkonsum Ferris’ und der ausbrechenden manischen Depression Immos resultieren. Angeblich standen F.A.B. zuvor vor der Übernahme in einen großen Plattendeal.

1998 zog Ferris nach mehreren persönlichen und finanziellen Problemen nach Hamburg und schloss sich der Mongo Clikke an, in der er einen Halt fand, um seine Probleme in den Griff zu bekommen und sich auf seine musikalische Arbeit zu konzentrieren. Er zog mit Tobias Schmidt, alias Tobitob von der Gruppe Fünf Sterne deluxe zusammen und fand in DJ Stylewarz einen Konzert-DJ. Außerdem featurte er einige Rapper auf deren Veröffentlichungen und gewann mehrere nationale Musikpreise.

1999 veröffentlichte er mit Afrob die Single „Reimemonster“, welche ein großer Erfolg wurde. Noch im gleichen Jahr veröffentlichte Ferris sein erstes Soloalbum „Asimetrie“ und trennte sich anschließend von DJ Stylewarz. Sein zweites Album „fertich!“ veröffentlichte er im Jahre 2001. Sowohl das Album als auch die erste Single „Flash For Ferris MC“, erfüllten nicht die kommerziellen Erwartungen. Im Jahr 2003 folgte sein drittes Album „Audiobiographie“ sowie ein Feature mit der DSDS-Viertplatzierten Vanessa „Fiesta“, und 2004 sein letztes reguläres selbstbetiteltes Album. 2004 spielte er in dem Splatterfilm „Lord Of The Undead“ des Amateurfilmregisseurs Timo Rose mit. Im Herbst 2005 stand er unter der Regie von Dominik und Benjamin Reding (Oi!Warning) für den Kinofilm Für den unbekannten Hund vor der Kamera, in dem er in einer Hauptrolle den Charakter des Wandergesellen Festus darstellt.

Am 17. März 2006 erschien seine bislang letzte Single „Düstere Legende“, eine Auskopplung aus dem am 31. März 2006 erschienenen, gleichnamigen Best-Of-Albums, auf dem zahlreiche Remixe enthalten sind. Mit dem Musiker Marc Thiel alias Marc Deal betrieb er ein neues musikalisches Projekt, das House- und Electronic-Duo Maniax, unter dessen Namen sie durch diverse Clubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Live-DJs tourten. Anfang 2008 begleitete Ferris MC die Gruppe Deichkind auf deren Frühjahrstour. Nachdem Deichkind-Mitglied „Buddy“ die Band nach dieser Tour verließ, wurde Ferris MC zunächst übergangsweise Ersatzmitglied.

Nachdem die Band nach zahlreichen Festivalauftritten mit Ferris zufrieden war, gilt Ferris seit dem Album „Arbeit Nervt“ als fester Bestandteil der Band und tritt unter dem Namen Ferris Hilton auf.